von den algebraiſchen Schriften. 49
§. 69. Johannes Wallißns bemuͤhet ſich, die vonBeplern zu Erlaͤuterung des Aehimedin vorge-brachte und dem Cavalerio gluͤcklich gebrauchte Me-thode, die Figuren und Coͤrper in unendliche kleineElemente zuzertheilen, mit der algebraiſchen Rech-nung zuvereinigen, und gab zu dem Ende A 1555ſeine Arithmeticam infinitorum heraus, in welcherer unendliche Reihen geometriſcher Progreſſionenzufinden anwieß, um die Quadraturen der Figu-ren und Cubaturen der Coͤrper dadurch zufinden.Jetzund treffen wir ſie in dem erſten Theile ſeinermathematiſchen Wercke fol. 365.& ſeqq. an. Weilaber MWalliſen ſich mit der Induction begnuͤgte(dergleichen Beweis den mathematiſchen Wiſſen-ſchaften unanſtaͤndig iſt), ſo bemuͤhet ſich auaelBullialdus, wiewohl durch viele Umwege, nach derArt der alten Geometrarum, aus der Natur derZahlen und Progreſſionen, die Arichmeticam infi.nitorum zudemonſtriren, wie aus ſeinem OpereNovo ad Arithmetieam infinitorum libris 6 com-prehenſo(Pariſiis 168 2 in fol. 4 Alph. 16 Bogen)mit mehreren zuerſehen iſt. Ich habe in meinenElementis Analyſeos zu Ende in wenigen Zeilenmehr erwieſen, als Ballialdus ſehr muͤhſam in ſeinemgantzen Wercke verrichtet hat.
8.70. Allein Wallis und Bulhinidur, welcher ihmfolgte, waren nicht auf den rechten Weg gerathen.Hingegen der ſcharfſinnige Leibnitz konte ihn nichtverfehlen, als er ſich nach ihm umſahe. Denn als er
ſich A. 1674, 75, und 76, zu Paris aufhielt, und
bey muͤßigen Stunden auf die hoͤhere Geometrieund andere mathematiſche Poetenf N te;
(We Ale bg)