Buch 
10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
51
JPEG-Download
 

der Salzwerkskunde. St

Salz bát, gleichſo, wie fie aus den Brunnen komt.Es leuchtet inzwiſchen bei dem lezteren Verfahrenvon ſelbſt in die Augen, daß man bei dieſer Zube-reitung des Kuͤchenſalzes eine ungeheure MengePfannenſtein, ein unreines mehr flieſſendes(H. 303), ia auch ein mehr ungeſundes Salzbekommen müſſe, und wirklich gibt es Salze,bie aufer der Kalkerde, dem Schwefel, und derVitriolſqͤure(§. 26 und 142), auch zu Zeiten et»was arſenikaliſches enthalten. Aus dieſen ſo wich-tigen Urſachen nun, und um, bei einer hoͤheren Loͤthigkeit der Sole, in der Siedung an dem Brandzu erſpahren, iſt es immer ſehr vorteilhaft, wennman auch die eben gedachte reichen Solen uͤbereinige Gradierbaͤue fallen laͤſt, beſonders dann,wenn man einen Ueberfluß an Salzſole hat, undder Brand etwas theuer und rar ift, alſo der So-lenverluſt in der Gradierung fo wol, als die Grasdierungskoſten, mit den dagegen zu erhaltenden Vor-teilen, in keiner Vergleichung ſtehen.

Der eilfte Tittelvon der Loͤthigkeit, worauf die Sole in einerGegend gradiert werden muß.

$. 306.Die Löthigkeit, worauf die Sole in einerGegend gradiert werden muß(5. 246 Zif. 11),D 2 haͤngt