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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
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$4 Erſte Gruͤnde

ſuche und Berechnungen anſtelt, und dabei die groͤſereGradierungskoſten mit dem wahren Gewinne ver-gleicht.

$. 309.

Ueberhaupt lehret die Erfahrung, daß ſich einigeSolen, die leichter, oder weniger zuſammenhaͤngen, geſchwinde, andere aber, die zaͤher ſind,ſehr langſam gradieren, und pflegt man von ienenzu ſagen, daß ſie weich, von dieſen aber, daß ſiehart ſind. Bei der einen, wie bei der andern nunkan man, ſo in der Allgemeinheit, die Regel anneh-men, daß man eine Sole ſo hoch gradierenmuͤſſe, als es nur immer, ohne Schaden, ge-ſchehen kan, weil man dabei ein ſtets reineres, we-niger fieſſendes, und dann auch ein febr geſundesSalz bekomt, ia auch ſelbſt an den Siedungskoſtenſehr viel erſpahrt(F. 305).

Der zwoͤlfte Tittelvon der Groͤſe des Solenverluſtes, den man beieinem Salzwerke in der Gradierung leidet.

$. 310.

Es gehet, wie Nachdenken und Erfahrung be-weiſen, bei der Dorngradierung ſehr viele Soleverlohren, teils in den Koͤhren, und Solenkafien, die ſelten fo ganz waſſerhaltend ſind, undteils in der Gradierung an den. Dornwaͤnden

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