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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
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56 Erſte Gruͤnde

§. 313.

Da die Salzſolen in dem Solenverluſt ſo ſehrvon einander unterſchieden fino(§. 311), und baldmehr, und bald weniger hoch gradieret werden(. 307, 308 und 309): So iſt es auch nicht wolmoͤglich eine allgemeine Regel fuͤr den Solen⸗ undden daher entſtehenden Salzverluſt in der Gradie-rung anzugeben. Man muß alſo daruͤber beieinem irden Salzwerke einige Verſuche, undzwar von verschiedenen Jahren anſtellen, manmuß nemlich unterſuchen, wie viele Sole man voneinem gewiſſen Gehalte in iedem Jahre gradieret,und wie viele hoch genug gradierte Sole man Dasgegen von einem gewiſſen Gehalte wieder bekemmen,und was man dann dabei an Salz verlohren hat.Aber freüich fino dieſe Proben ſehr muͤhſam undweitlaͤuftig, und es fallen ſolche febr verſchieden aus:Denr k ie nach dem eine Sole reich, oder arm ift,und mehr, oder wenigermal über die Dornwaͤndefalt, iſt auch der Solen⸗, oder der Satzvnluſt gröſer,oder kleiner, und bald betragt er ein Sechstel,und ein Viertel, ia auch ein Drittel der ganzenSalzmenge, die in der gradierten Solenmengeenthalten ware, und das leztere zwar dann,wenn die Brunnenſole arm iſt, und ſehr hoch,und bis auf 16 und mehr Loth Salz in 100Lothe Sole gradiert wird.

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