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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
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96 Erſte Gruͤnde§. 350.

Die Wahrheiten, die ich in den beiden vorher-gehenden§.$. vorgetragen habe, bewaͤhren Ver-ſuche und Erfahrungen. Will man indeſſen in einerGegend genau beſtimmenz ob die bedekten oder dieunbedekten Gradiergebaͤue den Vorzug verdienen:So verfahre man nach dieſen ſo ganz allgemeinenRegeln. N

1. Man laſſe wenigſtens 3 Jahre lang, alsworinn ſich gemeiniglich verſchiedene Jahreswitterungen finden, uͤber ein ohngefaͤhr200 Fus langes bedektes, und auch ein200 Fus langes uubedektes Stuͤk voneinem Gradierhaus immer gleich viel, undauch gleich hochloͤthige Sole graͤdieren.

2. Man bemerke die Menge und Loͤthigkeit derSole, die man in dieſen drei Jahren ſo-wol von dem bedekten, als dem unbedek-ten Stuͤk erhalten hat, und beſtimme vonbeiden den Werth der Sole.

3. Den Wehrt von dem bedekten Stuͤkke, dieZinſen von dem auf ſein Dach verwendetenKapital mit dazu gerechnet, vergleicheman mit dem JWehrt der Sole von dem

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