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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
126
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126 Erſte Gründe

werden ſoll, indeſſen laͤſt ſich doch ſo viel in der All-gemeinheit, aus der Erfahrung, behaupten, daßdie Entfernung zweier Gradier haͤuſer in win-digen Gegenden noch wenigſtens 600, in wind-ſtillen Gegenden aber 800 Fus betragen muͤſſe.

$ 377.

Es bedarf keines Beweiſes, daß man ſehr vielan dem Maſchinenweſen, und den Roͤhrenleitungenerſparet, wenn man die Gradierhaͤuſer, beſondersdie, worauf die Brunnenſole gradiert wird, dieimmer den groͤſten Teil ausmacht, ſo nahe, wiemoͤglich, an den Brunnenſchacht bauet($.374if. 3), und koͤnnen nut uͤberwiegende Vorteiledie Urſache werden, daß man die Gradierhaͤuſerweit von dieſen Schaͤchten anſegt. DergleichenVorteile ſind dann in einer entferntern Gegend dasmehrere Gefaͤlle und die Aufſchlagwaſſer, dieleichtere Zufuhr des Brandes, der groͤſereKaum, beſſere Winde, und eine trokkeneGegend.:

$ 58

Weil ber Wind, der im rechten Winkel auf dielange Seite eines Gradierbaues auffaͤlt, am ſtaͤrk-ſten gradiert(§. 277), und die trokkenen, beſtaͤn-digen Winde bei der Gradierung die beſte Wirkungthun(§. 300, 3ot und 302): So folgt auch vonſelbſt, daß man die Grsdierhaͤuſer in der Gegend

eines