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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
127
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der Salztzerkskunde. 127

eines Salzwerks ſo ſtellen muͤſſe, daß die langenSeiten dieſer Gebaͤue den trokkenſten, und beſtaͤndigſten Winden im rechten Winkel entgegenſtehen($. 374 Zif. 4, und§. 377), und daß manein Salzwerk an dem luͤftigſten Orte, und daanlegen muͤſſe, wo der Wind den ſchaͤrfſten Zughat, und keine nicht weit vom Salzwerk lie-gende Berge den Zug der Luft aufhalten.

$. 379.

Dieſem nach iſt es immer rathſam, daß manalle Gradierbaͤue auf einem Salzwerk, wo moͤg-lich, nach einerlei und der beſten Weltgegendfiller. Indeſſen erlauben ſolches nicht immer derRaum, und die uͤbrigen Ortsumſtaͤnde; bei alledem iſt man zu Zeiten aber auch verhindert, dieſeGebaͤue nach den beſten Winden zu ſtellen, und dasgeſchiehet vornemlich dann, wenn man mit einemSalzwerk in ein enges Thal eingeſchloſſen iſt, wo mandann dieſe Gebaͤue, wenn ſolche nicht zu kurz auf-fallen, oder ſolchen, wenn man ſie laͤngſt hin andie Berge bauet, die Winde aufgehalten werdenſollen, ſchief uͤber die Thaͤler bauen muß. N

$. 3805Weil alle uͤber die Erde erhabene Dinge denZug der Luft aufhalten: So verſtehet es ſich auch vonſelbſt, daß ein Graͤdierhaus nicht nahe anBerge,