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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
136
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136 Erſte Gruͤnde

mit oft ſehr vielem Salz vermiſcht, auf dem Bodender Siedepfanne in einen Stein zuſammen zu ſezzen.Dieſen, den Pfannenſtein nun, der haͤufig ſehrvieles Salz haͤlt, bringt man in die Solenkaſten,damit das Salz von der Sole aufgeloͤſt, und ebendadurch die Sole verreichert werden moͤge($. 390Zif. 1). Man bringt aber dieſen Pfannenſtein meiſtin die Solenkaſten von dem er ſten Falle, weil ebenda, wegen der Geringhaltigkeit der Sole, die Auf-loͤſung viel beſſer von Statten gehet, und weil andieſem Orte die Unreinigkeiten in dem Pfannenſteinder Sole nicht ſo nachtheilig ſind, als wie da, woſolche(don hoch gradiert iſt.

$. 392.

Das Bergſalz ift nie fo rein, als wie das ge-ſottene Salz(d. 10, 96 und 97), und dann iftſolches in Erden und Steinen eingemiſchet(F. 106). Um nun dieſes Salz fo rein zu bekom-men, wie das geſottene Salz: So bringt manſolches, beſonders die mit Salz geſaͤttigten Erdenund Steine an den Orten, wo Gradierwerke ſind,in die Solenkaſten der erſten Faͤlle, oder loͤſtbiefe Dinge, wenn die Sole ſo reich ift, daß ſienicht gradiert wird, in eigenen Behaͤltern in dieſerSole auf, wobei dann die Sole ebenwol verrei-chert(§. 390 Zif. 2), und aus dem Bergſalz; einreineres Salz erhalten, ia das Salz aus den Erden

und