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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
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der Salzwerkskunde. 137

und Steinen auf eine ſo ganz vorteilhafte Art aus-gezogen wird($. 107). Um indeſſen die Aufloͤſungbei den mit Salz gemiſchten Erden und Steinenzu befoͤrdern: So iſt es immer wol gethan, wennman hinter die Siedepfannen beſondere Gradler-pfannen ſezt, und darinn, bei dem Feuer ven demSalzſieden, auch die Aufloͤſung des Salzes in denErden und Steinen bewirkr, zuvor aber dieſe Erdenund Steine wol verwittern laft($. 591 und 594meiner Schmelzkunſt).

§. 393.

Endlich kan man eine Sole auch dadurch verrei-chern, wenn man eine geringhaltige mit einer reich-haltigen vermiſcht(§. 390 Zif. 3). Es geſchiehetdieſes in verſchiedenen Faͤllen, und die ſind dieſe.

Erſtens, wenn man eine geringhaltige Brun-nenſole mit einer reichhaltigen vermiſcht, um beidemit einander zu gradieren, und die zu einem Salz-werk noͤtige Solenmenge zu bekommen.

Zweitens, wenn man von zwei Gradierhaͤuſern,die zu den Faͤllen zwiſchen dem erſten und leztenFalle gehoͤren, eine geringe und reichhaltige Soleunter einander mengt, um die Solen fuͤr einen an-dern Gradierbau von einer beſtimten Loͤthigkeit zuerhalten.

Endlich drittens, wenn man eine auf dem leztenSall ſehr hoch gradierte Sole mit einer geringhal-

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