der Salzwerkskunde. 167
mit einem in der Erde liegenden horizontalen Roͤh-renſtrang, der nach den Siedepfannen gehet. Manmacht aus dieſem Roͤhrenſtrang nach ieder Siede—pfanne einen Querſtrang, und ſtellt auf ſolchen, nahean der Siedepfanne, einen andern Stok, in dieſenaber macht man eine über die Siedepfanne reichendeAusgusroͤhre, und verſiehet ſolche mit einem Zapfen,der einen Stiel hat, durch deſſen Huͤlfe man danndie Roͤhre leicht oͤfnen, und wieder verſchlieſſen,alſo eine Pfanne nach der andern voll Sole laſſen,oder einlaſſen kan.
Weil dieſe, die ſiedwuͤrdige Sole nun von einemgroſen Werthe ift: So verſtehet es ſich von ſelbſt,daß die Roͤhrenſtraͤnge, worinn fie geleitet wird,ſehr dichte ſein muͤſſen, und keine Sole verliehrenduͤrfen. Auch begreift man ſogleich, daß der Solen-kaſten von dem lezten Falle, deſſen Bau zuweilenauch der Siedbau heiſt, etwas hoͤher liegen muͤſſe,als die Siedepfannen(§. 303 meiner Bergma—ſchinenkunſt), und muß man alſo einen ſolchenOrt vor die Siedehaͤuſer aufſuchen, wo die Matsnen tief genug, doch nicht zu tief in die Erde zuliegen kommen, weil die feuchte Erde das Feuerdaͤmpft. Wol thut man daher, wenn man die Co;lenkaſten der lezten Faͤlle immer ſo hoch legt, daßdie Feuerung nicht zu tief in die Erde komt.
Auſer dem allen handelt man auf alle nicht vor-aus geſehene Anfenthaͤlte, und Ungluͤksfaͤlle bei dem
$4 lezten