der unterirdischen Erdbeschreibung. 55
§. 67.
In den Eingeweiden der Erde befindet sich nichtnur eine Warme, und eine Hizze, sondern es ent-stehen auch in ihr brennende Schwaden, feuerspeien-de Berge, und Erdbeben, alle diese Dinge aber su-chen , wenn die verschlossene Luft zu sehr ausgedehntwird, einen Ausbruch, und sie machen in der ErdeRizze, und Spaltungen (§. 557. 558. 562.561 und562. der Mineral.), und daher sind auch vormalsverschiedene offene Klüfte, und Gange durch dasunterirdische Feuer, und die Erdbeben entstanden.Sie sind inzwischen selten, und darum glauben wir,daß die wenigsten Gänge durch die Erdbeben ent-standen sind.
§. 68.
Alle diesen Rizzen hat die Natur nie einen Weegvorgeschrieben, wornach sie sich ersirekken sotten,doch ist dieselbe gewohnt, nach gewissen Gesezzen zuwirken , und darum haben sich die Gänge, und dieKlüfte, die bei ihrem Anfang offen waren, dahincrstrekt, wo sie den wenigsten Widerstand fan-den. Diesen konten sie, da die Gebirge nach ver-schiedenen Weltgegenden gerichtet sind (tz. 8 der ober.Erbeschr.), und die Last der Berge bald gröser, undbald kleiner wäre, nicht in ein und eben dersel-ben Gegend finden, und darum haben sich dieKlüfke,und die Gänge bald nach dieser, und bald nach ie-ner Wcltgegend, und einige weniger, andere abermehr nach dem Mittelpunkt der Erde erstrekt, hier-
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