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5 (1774) Die Grubenbaukunst / Franz Ludwig Cancrinus
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Erste Gründe§. 10 .

Die Letchaue, lab. I. biZ. 4, bestehet auseiner schmalen eisernen Hakke, die ohngefehr einenFus lang, und einen Zoll. in der Mitte dik, an demEnde aber mit einer stählernen, ein und einen hal-ben Zoll breiten Schneide, oder Schärfe versehenist- Man gebraucht dieses Werkzeug, das einenzwei, bis zwei und einen halben Fus langen hölzernStiehl, oder Helm hat, zu dem Letkhauen, wobeiman sich der im gemeinen Leben gebräuchlichen Hakkenicht bedienen kan, weil sie die Arbeit zu schwermacht.

§. rr.

Die Keilhaue, l^b. 1. 5, unterscheidet

sich nur allein darinnen von der Letthaue, daß sieam Ende, wo sie mit gutem Stahl belegt ist, vonallen vier Seiten spiz zugehet. Diese, die Keilhaue,gebrauchet der Bergmann im Erz, im festen Ge-birge, und im gebrechen, oder lokkeren Gestein,das entweder von Natur gebrech ist, oder durch dasSchiefen, und Feuersezzen los und gebrech gemachtworden (H. 5. der unterird. Erdbeschr.). Weildieses Werkzeug sehr spizzig ist, und damit in demHauen die Schlechten des Gesteins leicht getroffenwerden können (H. 6. der unterird. Erdbeschr.):So ist es zu der Gewinnung auf dem Gestein sehrbequem (Z. 7.), und es verschaft dem Bergmann,der es' in der Arbeit bald auf diese, und bald auf