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Die neuen Veränderungen der unorganischen Welt, oder Geschichte der durch Ueberlieferung nachgewiesenen Einwirkungen des Wassers und des Feuers auf die Gestaltung des festen Theils der Erde, zur Erläuterung geologischer Erscheinungen / von Carl Lyell; aus dem Englischen von Carl Hartmann
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öfter bei Cratern nach Eruptionen der Fall ist.

Wir haben daher keinen Grund, der Erzählungdes Lucrez, dass kein Vogel, ohne zu er-sticken , über ihn wegfliegen durfte, keinenGlauben beizumessen, obgleich sie es jetzt rechtoft ungestraft thun mögen. Es muss eine Zeit {

gegeben haben, zu welcher dieser Crater in

Wirkung war, und viele Jahrhunderte früher J

mag er den Namenatri janua Ditis verdient 4

haben, indem er vielleicht Gase entwickelte, 1

die dem thierischen Leben eben so nachtheiligwaren, als jene schädlichen Dünste, die imJahre 1797 aus dem Quilotoa-See in Mexicohervorkamen, und durch welche ganze Heerdeu j

von Thieren an den Küsten gelödtet wurden,oder wie die verderblichen stinkenden Dünste, s

die im Jahre 1730 auf der canarischen Insel ^

Lancerote alles Vieh erstickten. Bory St. Vin- (

Cent bemerkt, dass auf derselben Insel Vögel jj

leblos zu Boden fielen, und Sir William Ha- s

milton redet von todten Vögeln, die er wäh- f,

rend eines Ausbruches am Vesuv aufnahm.

Solfatara. Auch die Solfatara bei j

Puzzuoli, die als ein halberloschener Crater y

angesehen werden muss, scheint, nach den Be- J

richten des Strabo und Anderer, vor Chr. Geb. h

ganz in demselben Zustande, als jetzt, befind- I]

lieh gewesen zu seyn, indem sich aus derselben y

fortwährend Wasserdämpfe, nebst schweflichen &

und salzsauren Gasen, wie es bei dem Vesuv J]

der Fall ist, entwickeln.

Alt e Geschichte des Vesuv. Dies e i

wären denn die Puncte, aus denen das unterir- di

dische Feuer von den frühesten Zeiten, z u 6;

welchen Sagen reichen, bis zu dem ersten Jahr- S

hundert der christlichen Zeitrechnung, hervor-