Band 
Der erste Theil. Die Rechenkunst und Geometrie.
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,02 Anfangsgründe der Rechenkunst.

sie durch 2 kheilcn, ihre Hälfte nehmen: eine Grösse^ mahl nehmen, oder sie durch z theilen, u. s. f.Weil nun bey ganzen Zahlen die Redensart: eineGrösse n mahl nehmen, so viel heißt, als sie durchdie ganze Zahl » multipliciern; so nennt man das

auch mit dem Bruch multipliciern, wenn man»

die Grösse mahl nehmen, oder eigentlich sie

mit der ganzen Zahl n theilen soll. Eben so bedeu-tet die Redensart: eine Grösse ^ mahl nehmen,eigentlich dies: man soll einen Drittheil derselben2 mahl nehmen. Wenn also ^ mahl nehmen, ei-gentlich durch z theile» heißt; so ist ^ mahl nehmenso viel, als durch z theilen, und was heraus kommt,mit 2 mulkipliciren. Eine Grösse ? mahl nehmen,heißt sie durch 8 theilen, und was heraus kommt,mit ; mulkipliciren. Wenn also abgedachte Redens-arten in dem festgesetzten Sinn genommen werden,so kann man sagen: Eine Grösse mir einemBruch mulripliciren heisse sie so viel mahl neh-men, als der Bruch ausdrückt. So hieß auch eineGrösse mit einer- ganzen Zahl mulripliciren, sieso viel mahl nehmen, als die ganze Zahl ausdrückt.Bey der Multiplikation mit einer ganzen Zahl ist iim Multiplikator so vielmahl enthalten, als das Mul-tiplicandum im Product, und das Product ist ebenso viel mahl grösser, als das Multiplicandum. Beyder Multiplikation mir einem Bruch ist der aliquoteTheil der Einheit, weichen des Multiplikators Nen-ner anzeigt, im Multiplikator so vielmahl enthalten,als ein ähnlicher aliquoter Theil des Multiplicandi