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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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13
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Geschichte dieser Kenntniß. H. r. ,z

von den Grundbestandtheilen der Thiere leitet auch sei-nen Nachfolger in der Angabe des Baues der Pflanzen.Entblößt von den trefflichen Hülfsmitteln der neuernZeit, den innern und feinern Bau organisirter Körperzu betrachten, konnte man sich nur an den Blick desunbewaffneten Auges halten, und suchte das Geseheneaus den Grundzügen des Systems, das man einmalangenommen, zu erläutern. So wird die feinere Phy-siologie des Aristoteles ein Gewebe von willkürli-chen Sätzen, die zwar sehr folgerecht zusammen ge-reiht sind, denen aber durchaus die Uebereinstimmungmit der Natur fehlt.

Eben dies Urtheil muß man von den phytotomi-schen Lehren des Theophrast fällen. Der Unter-schied der gleichartigen und ungleichartigen Theile, vonAnaxagoras zuerst aufgestellt, und von Aristo-teles besonders ausgeführt, wird auch von Lheo-phrast bey dem Bau der Gewächse anerkannt.Gleichartiger sind nach ihm die meisten Theile derPflanzen, und lassen sich auf Fasern, auf Adern undauf Fleisch oder Zellgewebe zurückbringen.

Unter Fasern verstand er, wie sein Lehrer, sicht-bare Fäden, die sich im Blut der Thiere und aus Zell-gewebe bilden: ganz ähnliche Fäden machen, nachLheophrast, den Bau der Pflanzen aus: sie lau-sen mehrentheils parallel, sind am deutlichsten an derFichte, deren Holz sich deßwegen am leichtesten spaltenläßt, und erscheinen durchaus parallel in den Gräsern,deren Blättern das Netz von Fasern völlig fehlt, wel-ches in Andern so schön und reich ist. In der Rinde