Von dem Zellgewebe. H. r§. roz
letztere selbst in gewissen Pflanzen und unter bestimm-ten Umständen. Je rascher nun das Wachsthum,desto mehr werden die Zellen ausgedehnt, so daß sieendlich reißen und Lücken zurücklassen. Auch läßt sichnoch eine andere Entstehungsart denken: die eigenthüm-lichen Säfte nämlich, in einzelnen Zellen angesammelt,dehnen dieselben oft so aus, daß dadurch eigen. Be-hälter, gewöhnlich von länglichter Gestalt entstehen,die man am häufigsten in der Rinde bemerkt.
Saftleere Lücken kommen dagegen im Marke ge-wöhnlich vor. Hier können sie desto eher entstehen,je mehr die Nähe der Schraubengänge das rascheAufsteigen befördert. Fast alle Doldengewächse, vieleSyngenesiften, die meisten Gräser haben hohle Sten-gel und Halme, und das Mark setzt sich nur in Ueber-resten an die Knoten an, wo mehr Aufenthalt undlangsamere Bewegung Statt findet. In den Wasser-pflanzen, Scitaminen und Binsen, bildet das zusam-mengesetzte Zellgewebe diese große Lücken, welcheRudolphi Luftbehälter nennt, was Wir-bel tadelt, der sie aus Desorganisationen herleitet.So unrichtig dieser Ausdruck ist, so wenig- kann manläugnen, baß Zerreißung, selbst bei der Bildung deszusammengesetzten Zellgewebes, vorgehe; denn auf et-was anderes können wir bey Dpey's sogenanntenZotten (§. i z.) doch nicht schließen. Und in den hoh-len Stengeln der Dolden Gewächse, in den knotigenHalmen der Gräser ist es offenbar, daß die Markzellen
S? ) Anst. der Pflanz, raz.