H4 DrittesKap. Von dem Zellgewebe. H.i 6.
Doch wurde sie von Treviranus neuesterUntersuchung übertreffen.In der Rinde fand ernicht allein die Saftbehältec als Gänge, sondern auchals etwas größere Zellen oder Bläschen, als Reihenvon größer» Zellen, besonders in der Jalappenwurzel.Sehr richtig bemerkt er, daß die dicken und scheinbareigenthümlichen Wände der Saftgänge ofr nur Folgendes Ueberzuges von- verhärtetem Schleimharz seyen;daß in sehr vielen Pflanzen, besonders dem Llrae-ropsivllum s)' 1 v 68 tr 6 , die eigenen Saftgängenichts sind als Zwischengänge, welche durch ihre Er-weiterung rings um sich her die Zellen und andere Ge-fäße zusammen gedrängt und aus den letztem einenRing gebildet haben. Vortrefflich zeigt er, daß inder Wurzel, im Baste, im Holzkörper, und selbst imMarke mancher Pflanzen die eigenen Saftgange vor-kommen. Die Abbildungen, die er von diesen Gän-gen giebt, sind die schönsten, die wir bis jetzt von die-sen Gegenständen haben.
Endlich hat auch Link neuerlich sich über dieSaftgänge dahin erklärt, daß sie Aushölungen imZellgewebe, ohne besondere Haut, sind, daß sie inden Syngenesisten (der Laktuke zumal) nichts weiterals etwas stärker ausgedehnte Zellen oder Schläuchedarstellen, daß die kleinsten, dw man er^tas oderDrüsenhölen nennen kann, in den Blättern des Le-bens- und Sadebaunis vorkommen.
27) Beyträge zur Pflanzenphys. S.41 —zz. Taf. 3 —5.
rr) Nachtr. 27.