Von dem Zellgewebe. §. i6. uz
Nach diesen Vorgängern lieferte Mirbel infeiner neuesten Schrift eine gute Untersuchung dereigenthümlichen Saftgänge. In der Rinde der ^ r-Olrurueius fund er bloße Lücken des Zell-gewebes, als Behälter des Milchsaftes, in derrrck'oliatn angeschwollene Gefäße, die, so wie die mder Fichte, welche er aber verschönert darstellt,von einer eigenen Haut eingeschlossen zu scvn scheinen.Richtig bemerkt er, daß diese Behälter sich mehren«theils blind endigen, daß sie also den Namen der Ge-fäße nicht verdienen, und daß der Satt keine bestimm-te Bewegung hat. Ihr Queerdurchmeffer ist in jün-ger» Trieben rund, wird aber länglich und zusammen-gedrückt in ältern Trieben, bis endlich die Oeffnungganz verschwindet, und ältere Stamme keinen Milch-saft mehr geben. Es verschwinden wirklich die erstenSaftgänge durch das Wachsthum der Bastverlänge-rungen, und neue entstehen im äußern Umfange derRinde. Je jünger die Saftgänge sind, desto mehrsind sie mit einem schwammigen Zellgewebe angefüllt;ganz leer pflegen nur die alten, zusammengedrücktenzu seyn. Sehr gut stellt er endlich die Saftgängein der Rinde und dem Marke der s/rinos
dar. ^') In der That ist dies eine der besten Arbeitendes Verfassers.
LZ) kxpozlc. sl lle'k. p. 170. pl. u.
24) Das. pl- r- 6z. ii.
25) Das. p. 208. 210. pt. III. kg. IZ. 14. Ig.sü) Das. x. 224. xl. üt. llg. 2L.