iz6 Viert. Kap. Von den Schraubengängen
ihren Wurzeln eingesetzten Pflanzen anstellte. Um dar-zuthun, baß keine todte Kraft, erwan die der Haar-röhrchen, hier wirke, machte er Gegenversuche mittrocknen Zweigen und selbst mir dürren Rohrhalmen,die aber niemals die farbige Flüssigkeit aufgesogenhatten. Weder Rinde noch Mark zeigte die geringsteFärbung, sondern bloß der Holzkörper, und zwarmehrentheiis näher der Rinde am stärksten. Er sahsogar, daß in jungen Bohnen der farbige Saft durchdie Saftgänge in die Kotyledonen stieg. Die Färber-röthe zog sich nicht allein in die Adern der Blätter,sondern auch ins Parenchym derselben, wie man anden Flecken der Blätter sehen konnte. ?') '
Nun schien man also zu wissen, daß die Säftebloß im Holzkörper aufsteigen. Daß es besonders dieSchraubengänge seyen, die sie aufführen, das glaubteReiche! durch seine Versuche mit F-ernambuk-Tinctur erwiesen zu haben. Er sah nicht allein dieWände der Schraubengänge gefärbt, sondern konnteauch noch einen Theil der farbigen Flüssigkeit in ihnenerkennen. Sehr interessant ist auch seine Beobachtungvon dcm Uebergang derTmctur in die Frucht und selbstin den Keimgang, woraus er schloß, daß auch dieseraus Schraubengängen bestehe. Sogar in reifen Saa-men, z. B. in Bohnen, bemerkte er, daß sich Schrau-Lengänge in den Kotyledonen färbten und zum Pflänz-chcn und ins Würzelchen sich hinein erstreckten. Diese
Z 7 ) Untersuchungen über den Nutzen der Blätter, ZweyteAusl. S. nr —irz. (tt!m i8oz. 4-)
88) Dirs. äs v»«is pl. «xiralibur.