164 Viert.Kap. Von den Schraubengängen
„diese, und endigen sich mit ihnen an der äußern„Oberfläche der Holzlage, zu welcher sie gehören, oh-„ne mit denen des folgenden Jahres Gemeinschaft zu„haben. In den untern Theilen hohler Bäume müs-„sen sie längst aufgehört'haben, zu existiern; sonst„aber sind sie —— im reifen Holze verknöchert, so„daß sie in den jährigen Trieben und Knospen oft rzo„Fuß von den Wurzeln entfernt sind, aus denen sie„den Saft in die Höhe heben sollen. Die gewöhnli-„chen Splintröhren (tlis eoininon tiakes o 5 tlis„ allrui-iurm) — erstrecken sich von den Spitzen der„jährigen Triebe zu den Enden der Wurzeln, und in„diesen Röhren steigt der Saft ganz zuverlässig auf."Diese Behauptung widerrief Knight sieben Jahrespäter;") indem er sich auf ähnliche Versuche, wieCotta, berief, wo, nach gänzlich durchschnittenenSplintröhren, dennoch der Saft in die Zweige über-ging, und sich die Knospen entfalteten. Ferner meinteer, da die Splintröhren im Sommer trocken und nurmit Luft angefüllt seyen: so könne der Saft durch sienicht aufsteigen, ohne mit Grew anzunehmen, daßer in dunstförmiger Gestalt aufsteige, welche MeinungKnight nicht statthaft findet. Zwar finden farbigeFlüssigkeiten nicht ihren Weg durch das Zellgewebe;allein dieser Umstand sey ein mangelhafter Beweis ge-gen die Saftbewegung in demselben. Um sich hier-über nun Gewißheit zu verschaffen, nahm Knightim Sommer zweyjährige Aefte mit ihren jungen Trie-
§g) ?UIIo,. rr-ll,sck. »Zog. ?. 2. p. Z-Z- in Trevir«-nus Beytr. S. 2Z2.