I7Ö Viert. Kap. Von den Schraubengangen
gehen durcb die mannigfachen Zerästelungen, die Com-paretti ohne Beweis annimmt, in das Parenchymund selbst in die eigentlichen Saftgänge über. Beson-ders aber hat Swagerman zuerst die Meinung zuentkräften gesucht, daß die Schraubengänge, wegenihrer Ähnlichkeit mit den Luftröhren der Jnsectengleichfalls für Luftröhren zu halten seyen. DieseAehn-lichkeit fand er, wie oben bemerkt worden, nicht sehrgroß. Eine nicht ganz genaue Beobachtung lehrte ihn,daß die durchschnittenen Schrauben-Bündel Flüssigkeitvon sich geben auch bann, wenn man Borsicht genug,wie er meint, angewandt habe. Allein, daß er dieanliegenden, gestreckten, zeitigen Röhren von denSchraubengängen unterschieden harte, davon findetman keine Spur. 7 °) Jampert,?') Mustelund späterhin Medicus ?-) wollten daher gar keinebesondere Saftgänge annehmen, sondern ließen dieSäfte in den Zwischcnräumen der Holzfasern aufsteigen.
Bernhardt untersuchte in neuern Zeiten beideMeinungen genauer. Sehr richtig bemerkt er zuvör-derst, daß das Aufsteigen farbiger Flüssigkeiten ein ebenso wenig sicheres Resultat gebe, als wenn man auSder mit Wasser angefüllten Luftröhre eines Ertrunkenenschließen wolle, daß die Luftröhre im natürlichen Zu-stande Flüssigkeit führe. Wenn man beim Durchschnitt
7<i) Veilisnclel. rier msslicti. ks ttazrl. XXI. iig- >IA-
71) Dubia conciL vriorurn in plrncir ^»robsbililslem.
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72) I.. c. vol. 2, 2,5.