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Von der Oberhaut. §. 29.
gleich stellt er sie mit den großen Luftbehältern in demspanischen Rohr zusammen. Dies benutzte Guet-tard, um den Unterschied der obern und unternFläche der Blätter, in Rücksicht ihrer Verrichtung zuzeigen: die obere dünste offenbar mehr aus, als dieuntere. Daß diese dagegen mehr einsauge, glaubte erdurch Versuche erwiesen zu haben. Die letzter»wurden von Bonnet vielfach wiederholt und mitgroßer Sorgfalt angestellt; doch ist zu bedauren, daßgrbßtentheils abgerissene Blätter dazu genommen wur-den, die auf keine Weise die Geschäfte der gesundenNatur zeigen. Bonner legte die abgeschnittenenBlätter mit der einen oder andern Fläche auf Wasser,und beobachtete, daß einige länger grün blieben,wenn man sie auf die untere, als wenn man sie aufdie obere Fläche gelegt hatte. Andere, als die Blät-ter von Amarant, Nesseln und Vsrbascum, lebtenungleich länger, wenn sie mit der obern, alswenn sie mit der untern Fläche auf Wasser gelegtwaren. Aber die Blätter der meisten Bäume und holz-artigen Gewächse lebten ungemein viel länger, wennman sie mit der untern, als wenn man sie mit derobern Fläche auf Wasser gelegt hatte; selbst durch dasEnde des Stiels zogen sie mehr Nahrung ein, alsdurch die obere Fläche. Besonders auffallend wardies bei den Maulbeerblättern; dagegen die Blätterder Blumenkronen beynahe gar kein Einsaugungöver-mögen besitzen. ?') Da ferner der Blattstiel weniger
98) Hlvm. äs l'acLil. äs ksri» , L >7-48- ?- 8Z3-
99) Unters, über den Nutzen der Glätter S. 5 — s«