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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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215
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Von d.Mischungs-Verhältn. d. Pflanzen.§.34. 21Z

hältnisse der Kraft und der qualitativen Verhältnisse derCohärenz und Mischung gehorchen, wo aber nie eineigentlicher Kampf zwischen beiden Principien bemerktwird. Die allgemeinen Urthätigkeiten senken sich zurMasse herab, bilden sich in die Materie ein, undziehen diese zu sich empor. Sie werden eins mit ihr,ohne ein anderes Vorrecht zu üben, als daß bestimmteForme», Krystallisationen entstehen. In der physi-scheu Welt isr kein Körper ganz individualisirt, sonderndie allgemeine Naturthätigkeit hat ihn erzeugt; sie zerrstört ihn auch wieder auf die einfachste Weise. SeinWachsthum hängt von der Anziehung verwandterStoffe ab. Er besteht nicht aus Theilen, deren zweck-mäßiges Einwirken auf einander das Ganze erhält.Er kann, je mehr die Urthätigkeit an den rohen Stoffgebunden und durch ihn beschränkt ist, desto wenigerüber die Schranken seiner Form Hinauswirken undseines Gleichen hervorbringen.

Anders verhakt es sich mit der organischen Welt.Hier beginnen die materiellen und dynamischen Ver-hältnisse einen Kampf, der unaufhörlich ausgeglichenund unaufhörlich erneuert wird. Die Thätigkeit strebt,die Form selbst zu besiegen, und erreicht an den höch-sten Organismen ihren Zweck. Die Bedingungen derOrganisation sind Individualität, Harmonie der Theilezur Erhaltung des Ganzen, sowohl des Jndividui alsder Art; Erhaltung der ursprünglichen Mischung beybedeutender Neigung zur Verderbniß; Veränderungder räumlichen Verhältnisse, also Bewegung, durchüberwiegende Thätigkeit und endlich vielfachere Vcr-