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Sechstes Kapitel.
bindunzcn der Urstoffe zu veränderliche» und sich dochimmer gleich bleibenden nähern Bestandtheilen.
a. Individualität. Darunter verstehen wirdas Losreissen der allgemeinen Naturthärigkeit und dieVereinigung derselben mit einem geformten Körper, inwelchem, als Object, das Princip des Lebens alsSubject waltet und wirkt. Individuell ist ein Körper,wenn er innerhalb der Schranken seiner Bildung,abgesondert von der allgemeinen Natur, durch eigenesLeben wirkt. Es begreift sich nun leicht, daß es Ab,stufungen der Individualität und Uebcrgänge zu demphysischen Leben geben müsse. Denn die unvollkom-mensten Organismen im Pflanzen - und Thierreich ent-steh» fast eben so wie die Krystalle, durch allgemeineThätigkeit der Natur, sie setzen keine Keime oder Säu-men voraus; sie erhalten sich nicht in'ihrer Mischung,wirken den zerstörenden Ursachen nicht entgegen. Siegehen in einander über: wie aus der Monas ein Dol-vox oder Cyclidium wird, so gehn Stiibosporen in Fu-sidicn und andere Vyffcn über.
!). Ein Hauptcharaktcr der organischen Welt istferner die Uebereinstimmung der Theile zu einem Zweck,zur Erhaltung des Ganze». In den vollkommenstenOrganismen kann kein Theil ohne den andern fort-dauern; wie überall die Function mit dem Organ har-monisch wirkt, so streben auch alle Theile zusammen,das Ganze zu erhalten. In niedern Organismen istdiese Harmonie weniger: jeder Theil kann für sich fort-leben, weil die Individualität nicht so deutlich und dieUrthätigkcit in dem cinzclen Organismus mehr so