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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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219
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V. d. Mischungs-Verhältn.d. Pflanzen. Z. 94. 219

durch zum Theil unbekannte Verbindung und Trennungder Urftoffe zu bewirken. Das Eisen des Bluts, derKalk des thierischen Eywcißftoffes, der Kiesel in denPflanzen find solche Produkte, die auf eine, für unsnoch verborgene Weise durch die Kräfte der Organis-men selbst erzeugt werden. Der Arsenik, als Dünge-salz benutzt, theilt dem Getreide nicht allein nichts vonseiner giftigen Eigenschaft mit, jondern er befördertdas Wachsthum und den Ertrag so ungemein, daßman längst das Korn, was um die Arsenikwerkc her,wächft, unter dem Namen Giftkorn, gesäct hat.^)

Daher kann die Kunst auch die wenigsten Bestand-theile organischer Körper nachahmen, oder durch Syn,thesis sie hervor bringen. Denn, wenn Gaber denEiter, Carminati den Magensaft, das Blut sogarGrindel hervor gebracht haben wollten: so ergabsich zum Theil aus den Zuthaten, die sie dazu nahmen,daß es nicht die thierischen Flüssigkeiten selbst waren,sondern nur ähnliche an Farbe, die sie erzeugt hatten.Die rothe Flüssigkeit, welche Grindel durch Galva-nismus aus Eyweißstoff, phosphorsaurem Eisen, Am,monium und Kochsalz bereitete, konnte nicht Blut seyn,weil das Eisen im Blute nicht phosphorsauer, sondernmit Soda verbunden, viel Eyweißstoff mit Faserstoffim Blute vorhanden, und weil des Kochsalzes im Blu,te bey weitem nicht so viel ist, als Grindel zur Berei-tung seines künstlichen Bluts genommen hat.

Z9) Lamvadius in Hermbstädts Archiv der Agric. - Ehe,

mie, B. U. S. 414.