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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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218
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Sechstes Kapitel.

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und in die Entfernung oder das Ausstößen des Fremd-artigen. Jeder organische Körper, beständig umge-ben von der Außenwelt, die seine Thätigkeit beschränkt,indem sie seine Mischung zu zersetzen droht, wirkt oh-ne Unterlaß entgegen, zieht das Fremde, wenn immermöglich, in seinen Wirkungskreis, ertheilt ihm dasGepräge der organischen Natur, und vereinigt ihndergestalt mit sich. Dies ist im Grunde nur eine höhe-re Stufe der Gestaltung, und etwas Aehnlichcs sehenwir schon bey den Imponderabilien; denn auch derMagnet zieht das Eisen, nach Coulomb auch an-dere Körper an, theilt ihnen seine Eigenschaften mitund verähnlicht sie sich. Aber der Unterschied dieserErscheinungen in der physischen Welt von der organi-schen Verahnlickung besteht darin, daß der physischeKörper bloß verwandle Stoffe; der organische aberauch andere anzieht, denen er, wegen der überwiegen-den Tharigkeit, seine organische Natur einprägt. Nie-dere Organismen können dies weniger; denn kicherenhaben in der Regel die Mischung der Baumrinden,aus denen sie wachsen. Schwämme nehmen an derFäulniß, Aufgußtierchen an der Natur der AufgüsseTheil, worin sie vorkommen. Aber je vollendeter dieOrganisation eines Körpers ist, desto größer ist seineKraft, alles in seinen Wirkungskreis zu ziehn, undden meisten Dingen, die er anzieht, andere, organi-sche Eigenschaften mitzutheilen.

Durch diese überwiegende Derähnlichungskraftwidersteht der organische Körper den Zerstörungen;aber eben dadurch wird er fähig, Körper neuer Art,