Buch 
Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
Seite
224
JPEG-Download
 

224 Sechstes Kapitel.

Pflanzen durchaus derselbe; denn, wenn auch, wiewir sehn werden, alle Pflanzen dasselbe kohlensaureWasser, mit Stickstoff verbunden, anziehn: so verän-dern sie dasselbe sogleich nach ihrer verschiedenen Thä-tigkeit. 4°) Doch stimmt in den meisten, besondersholzartigen, Gewächsen der rohe Pflanzensaft darinüberein, daß er wasserhcll und klar, von süßlichemGeschmack und zur Gährung an der offenen Luft ge-neigt ist. Er entwickelt bey der Gährung zuerst koh-lensaures Gas; die Mischung trübt sich; der Zuckerstoffund Wasserstoff treten darin hervor. Wird die Cäh-rung nicht unterbrochen : so geht der Stickstoff davon,der Zuckerstoff zersetzt sich, die Flüssigkeit setzt Kahn ander Oberfläche ab, und wird essigsauer. So wenig-stens verhält sich der rohe Saft, welcher um die Zeitder Frühlings - Nachtgleiche in unsern Birken undAhornbäumen, in dem Lorassus slakeilisoirnisund mehreren Palmen, klammen, nmeriennn u.s. f. aufsteigt. Denn aus dem Saft aller dieser Bäu-me kann man ein weinichtcs Getränk, Zucker und Es-sig bereiten. Ganz klar und rein ist der aufsteigendeSaft der Om^lialktr ckranckra und Hioa ui'kirg , auch der lotr-Acera polawrla. ;

daher man ihn aus den abgeschnittenen Zweigen dieserBäume zur Stillung des Durstes trinkt. 4')

40) Schon Marivtte vergleicht den aufsteigenden Pflan-zensast mit dem ChyluS und Blut der Thiere. (<le lave'ß«l. lle, plante,, p. L8.) Vcrgl. Meyers Natur-getr. Darstcll. S. zr — zz.

41) Wählend er s lls reä. war. imineä. p. 2-j.

Es