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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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225
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V. d.Mischungö-Verhaltn.d. Pflanzen. ü. z 6 . 225

Es ist also keinem Zweifel unterworfen, daß indiesen Bäumen wenigstens, vermuthlich auch in denmeisten übrigen Gewächsen, kohlensaures Wasser auf-steigt, welches durch Verbindung mit dem Pflanzen-schleim Zuckerstoff bildet, und, durch die Gahrung zer-setzt, in Wasserstoff übergeht. Diesem Proceß derGährung sind freylich die Pfianzensäfte, so lange siej„ dem Gewächs selbst sich bewegen, nicht unterwor-fen- aber er deutet doch auf die in ihnen befindlichenStoffe. Wenn die Essigsäure, als das letzte Produktdieses Vorganges, cntsrehn soll: so muß der Alkoholdes weinichlen Saftes mit vielen wässerichten und schlei-migen Theilen verdünnt und der Luft ausgesetzt seyn;denn nur dergestalt kann der Wasserstoff des Alkoholsden Sauerstoff anzichn und dadurch zu Essig werden;wie man denn aus Alkohol und concentrirter Schwefel-säure künstlichen Essig darstellen kann. Essigsaure,als solche, wird aus dem rohen Pflanzensaft also nieausgeschieden, und ist nicht darin vorhanden, sondernsie wird auf die angegebene Art aus Alkohol und Sau-erstoff erzeugt; daher können, wie bekannt, die mei-sten Pfianzensäuren durch daS Erhitzen, Sieden undDestilliren mit Schwefelsäure und Metall-Oxyden, ,'nEssigsäure verwandelt werden. (§. 4Y.) John fandauch kohlensauren Kalk im Birkwasser, welchen ichaber nicht mit ihm aus der Erde herleite, sondernglaube, daß er durch die Vegetation selbst entstandenist. (§-'5r.)

Der Kahn an der Oberflache der gahrenden Flüs-sigkeit verräth sich durch seinen eigenthümlichen Geruch