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Sechstes Kapitel.
empyreumatisches Oehl. In mäßiger Warme gehtder Eyweißsroff in faulichte Verderblich über, wobeysich Hydcokhionsäure, Schwefel und Phosphor ent-wickeln.
Es ist also in diesem nähern Bestandtheil der Ge-wächse der Antheil an Stickstoff, Schwefel und Phos-phor ausgezeichnet, und gerade dadurch nähert er sich,den thierischen Stoffen, in denen eben derselbe beson-ders vorherrscht. Genau haben Gay - Lussac undThenard das Verhältniß der Urstoffe im Eyweiß sobestimmt: 52 Theile Kohlen-, 2z Theile Sauer-, 7Theile Wasser-, 15 Theile Stickstoff und 27 TheileWasser; daher z Theile Stickstoff überschüssig sind.
Wenig unterschieden vom Eyweißstoff ist der Kle-ber oder die Colla der Pflanzen; sie geht eben soin die faulichte Verderblich über, entwickelt ebenfallsStickgas, Ammonium, Schwefel und Phosphor; au-ßerdem aber noch bey der Destillation einen empyrcu-matischen Geruch und brenzliches Oehl. Sie löset sichnicht in Wasser, aber, nach Ein Hof, einigermaaßenin Weingeist auf. Wir finden diese Substanz in demMehl der Getraide-Arten, hauptsächlich im Waizcn-mehl, auch in den Schwammen.
Eine Abänderung dieses Stoffes ist die Galler-t e der Früchte; denn auch sie liefert bey der Destilla-tion brenzliches Oehl und Ammonium, und geht infaulichte Verderbniß über. Sie scheint bloß wenigerStickstoff als Kleber, weniger Schwefel als Eyweiß-stoff, dagegen mehr Säuren zu enthalten; denn mitSalpetersäure behandelt, liefert sie Sauerklee- und