Von d. Mischungs-Verhaltn. d. Pflanzen. §.44. 245
Es ist also wohl keinem Zweifel unterworfen, daßHer Kamfcr sich von den ätherischen Ochlen bloßdurch einen stärker» Antheil an Sauerstoff unterschei-det, den die ätherischen Oehle, beym Verdunsten,nach Proust, aus der Luft anziehen, und dadurch zuKamfer werden.
Mehrern ätherischen Ochlen hängen anderePflanzenftoffe innig an; besonders ist der harzige Ex«traclivstoff zu dieser Verbindung geneigt, welche manGewürzstoff zu nennen pflegt. Selbst Stickstoffscheint in manchen ätherischen Oehlen vorhanden zuseyn; wenigstens verbreitet Wermuthöhl, mit Wein-steinsalz gerieben, einen ammoniakalischenGeruch. Auchkönnte man als Beweis für den Stickstpffgehalt dieübereinstimmende Wirkung des Baldrians und stinken-den Asands mit Bibergeil und Moschus ansehen, welcheletztere ganz offenbar durch das azotisirte thierischeOehl wirken, wenn man nur die chemische Analyse da-für anführen könnte; doch liefert der Asand beymtrocknen Destilliern Ammonium.
§. 44.
Don den Balsamen und Harre».
An die ätherischen Oehle schließen sich zunächstdie natürlichen Balsame, von welchen zu den Har-zen der Ucbergang sehr leicht ist. So liefert der Ter«penthin, als natürlicher Balsam, auf der einen Seitedas wesentliche Terpcnthin-Ochl, welches den sechstenTheil des Ganzen ausmacht, auf der andern durch Ko-chen das Kolofonium oder Geigenharz. Wenn cS