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Sechstes Kapitel.
Eine bloße Abänderung dieser Substanz ist d«Kamfer, dessen durchdringender Geruch und Ge-schmack , dessen Verflüchtigung in der bloßen Wärme,seine leichte Auflöslichkeit in Weingeist und Aether fürdie große Verwandtschaft mit den ätherischen Oehlensprechen. Auch finden wir in verschiedenen kabiatcwein ätherisches Ochl, welches den Uebergang zumKamfer macht, wie in der Pfcffermünzc, dem Ros-marin, dem Lachen-Knoblauch, derSalbey und selbstin der Haselwurz. Durch unmerklichc Verdunstungder ätherischen Oehle aus diesen Pflanzen entsteht ein.wahrer Kamfer, und wenn man Kamfer mit zweybis drey mal so viel Bolus vermengt: so geht er in.der Hitze in Ochl über. Lind und Trvmsdorfbe-merkten, daß man das Terpenthinöhl in eine dem Kam-fer sehr ähnliche Substanz verwandeln kann, wennman die trocknen Dampfe der Kochsalzsäure durch-streichen läßt. Auch darin ist der Kamfer den ätheri-schen Oehlen ähnlich, daß das Wasser ihn zwar nichtauflöset, aber doch etwa den Kosten Theil seines Ge-wichts Kamfer in sich aufnimmt und davon einen star-ken Geruch bekommt. Er löset sich in fetten und äthe-rischen Oehlen auf; mit Laugensalzen aber giebt erkeine seifenartige Verbindung. Die Mineralsäuren lö-sen ihn gleichfalls auf; durch Destillation mit denselbenliefert er, mit der Schwefelsäure, Essig - und mit derSalpetersäure eine eigenthümliche Säure, die maneine Zeit lang mit Ddrffurth für einerley milderVenzoesäure gehalten, deren Eigenthümlichkeit aberwieder Pop. V ri ch o l z erwiesen ist.