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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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249
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Von d. Mischungs-Verhaltn. d.Pflanzen. §.46. 249

und andere Gebirgsarten, durch Anziehung des Sauer-stoffs aus dem Luftkreis mit ihrem eigenthümlichenKohlenstoff diese Saure bilden; da ferner der Gehaltan Kohlensäure in der Atmosphäre immer hinreicht,das Kalkwasser zu trüben.

Des jünger» Saussucc treffliche Versuche ha-ben gelehrt, daß die Pflanzen im Sonnenschein weitmehr Kohlensäure aus der Atmosphäre anziehen undverbrauchen, als im Schatten. Im Sonnenschein wach-sen sie freudiger, wenn auch der zwölfte Theil der Luft-masse, die sie umgiebti Kohlensäure ist; daher fander, daß es den Pflanzen, die im Sonnenschein vegc-tiren, nicht bekomme, wenn man Kalkwasser nebenihnen hinstellt, weil dies zu viel Kohlensäure verschlucktund sie ihnen entzieht. Dagegen darf nur eine weitgeringere Menge Kohlensäure in der Atmosphäre seyn,wenn die Pflanzen im Schatten stehen. Saussurefand, daß sie besser gedeihen, wenn nur drey als wennelf Hunderttheile Kohlensäure in der sie umgebendenLuftwaffe sind. ") Sie keimen daher schneller undwachsen üppiger im Schatten, wenn man Kalkwasserzur Verminderung deS Gehalts an Kohlensäure hinsetzt.Saftige Pflanzen athmen, nach eben diesem Beobach-ter, mehr als ihr Umfang beträgt (rH ihres Volums)Sauerstoff- und kohlensaures Gas ein; diese Mi-schung bestand nach seiner Untersuchung aus iz^Ku«bikzoll Sauerstoff - und 5^ kohlensaures Gas.

5;) Bestätigt sind diese Versuche von Link (Vachtr.61.62.)Schon Henry fand, daß wenn die Lust auch 4 fixe Luftenthält, die Pflanzen doch recht gut darin fortkommen.

(Hlem. ok riis eoc. ok lVlsuclisNer, H.Z46.)