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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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250
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Sechstes Kapitel.

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Dieser beständige Verbrauch der Kohlensäure istwohl ein vorzüglicher Grund davon, warum sie, beyden gewöhnlichen Untersuchungen der Atmosphäre nichtso sehr ausfällt. Ueberhaupt sind wir noch weit ent-fernt, von dem Verhältniß der Bestandtheile des Luft-kreises richtig urtheilen zu können. Wenn die bestenEudiometer überall das gleiche Verhältniß des Sauer-stoffs in der Atmosphäre angeben, so kann uns diesnicht hindern, Verderbnisse der Luft durch Sumpf-dünste, durch thierische Ausdünstung und Verwesung an-zunehmen, die sich nur gar zu deutlich durch ihreWir-kungen zu erkennen geben: Es ist also wohl keinemZweifel unterworfen, daß weit mehr Kohlensäure indem Luftkreise vorräthig ist, als Anthrakometer zu er-kennen geben.

Eine andere Quelle derselben ist die Feuchtigkeitder Erde, die um so reicher an Kohlensäure ifi> je ge-ringer im Verhältniß ihre Temperatur ist. Denn dasWasser, wenn es 50° Fahr. ist, verschluckt gerade soviel Kohlensäure, als die Masse desselben beträgt, unddiese wird durch die größere Wärme wieder frey. Inder Erde kann man nun in der Regel keine viel höhereTemperatur annehmen, zumahl da, wo die Vegetationam üppigsten ist, auf den Alpen ; daher denn mit demNiederschlag der Luftdünste unaufhörlich Kohlensäureden Wurzeln zugeführt wird.

Ueberdies wirkt der Sauerstoff der Atmosphärebeständig auf den Kohlenstoff des Extractiv-Gehalts

56) Thcm. Percival hat dies schon 1775 sehr eut ein-gesehen. (llunter, ^eorgicsl «,»2)5, rol. V. x. 44 -)