Vonb.Mischungs-Vekßa'ftn. d. Pflanzen. §.49. z6z
lenftoff in ihr befindlich sey, als in den angeführtenSauren. Ihre Verbindungen mit Laugensalzen schla-gen daS vollkommene Eisen-Oxyd aus seinen Auflö-sungen schwarzblau nieder. Ucbrigcns läßt sie sichdurch Behandlung mit Salpetersäure in Sauerkleesäu-re verwandeln.
Die Apselsäure ist frey in den meisten Obst-früchten und Beeren; mit Kalk verbunden findet sie sichin vielen saftigen Pflanzen, besonders im Gummi, imZucker und in der Gallerte der Pflanzen. Sie läßtsich nur als eine schmierige Flüssigkeit darstellen, schmecktangenehm gewürzhaft, und geht durch Destillationmit Salpetersäure in Saucrkleesäure über. DieserUmstand und die Menge Kohle, welche sie beym Er-hitzen zurückläßt, überzeugen uns von ihrem reichlichenGehalt an Kohlenstoff, obgleich wir diesen bestimmtanzugeben nicht im Stande sind.
Die Essigsäure zeichnet sich d,urch ihren ge-ringen Gehalt an Sauerstoff und ihren desto größereAntheil an Kohlenstoff aus. Von jenem sind, nachGay-Lussac und Lhenard, nur 44, von diesemaber 50, und vom Wasserstoff 5 Hunderttheile vorhan-den. Die auf L 0 witz Art durch Gefrieren gereinigteoder concentrirte krystallisirbare Essigsäure hat einenflüchtigen, durchdringend angenehmen Geruch, entzün-det sich leicht und brennt mit blauer Flamme. Diesergroße Reichthum an Kohlen - und Wasserstoff macht esauch unmöglich, aus Essigsäure mit Alkohol Aether zubilden, wenn man nicht etwas Schwefelsäure zuge-than hat. Wahrscheinlich wird hiedurch der der Essig-