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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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268
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Sechstes Kapitel.

Wenn man bedenkt, daß die meisten Pflanzen*dhle, gesotten, im Finstern leuchten, daß das kohlen-saure Gas, welches Cruikshank durch zerstörendeDestillation aus organischen Substanzen erhielt, unge-mein mit dem Phosphor übereinstimmt, daß sich beydem unvollkommenen Verbrennen des Phosphors nichtPhosphor, sondern Kohlensäure entwickelt: so möchteman wohl mit Schubert vermuthen, der Phos-phor sey am Ende nur Modifieation des allgemeinenbrennbaren Stoffs, der in seiner geistigen Form inWasserstoff übergeht.

Es mag Verwegenheit scheinen, vom Schwerf e l dasselbe zu behaupten. Auch soll hier nicht weiterdarauf bestanden werden, als daß wir zu bedenken ge-ben, wie geglühter Schwefel mit Austerschaalcn, Can-tons Lichtmagneten und gepulverter rothglühenderSchwerspats) den bononischen Phosphor darstellt, diesich ganz wie gewöhnlicher Phosphor verhalten. Dazukommt, daß Schwefel, mit Alkali in Wasser aufgelößt,das Wasser zersetzt, und mit dem Wasserstoff des letz-tem die innigste Verbindung eingeht. Bey dem Ver-brennen mit Salpeter, und gewiß auch bey andern Pro-cessen der Natur, deren einzelne Umstände uns noch un-bekannt sind, zieht der Schwefel Sauerstoff aus derAtmosphäre an, und bildet so Schwefelsäure, die,nach Bucholz und Richter, aus 42 Theilen Schwe-fel und 57 Theilen Sauerstoff besteht. In einfacher

86) Ahndungen einer allacm. Geschichte des Lebens, B. 2.

E. irr.