Von d.Mischungs-Verhältn. d. Pflanzen. H.zo. Z69
Gestalt ist im Eyweißstoff Schwefel enthalten; daherist es kein Wunder, wenn mehrere Chemiker aus denPflanzensäften Schwefel erhielte». 8?) SchwefelsaureSalze hingegen scheinen erst durch die Gewalt desFeuers zu entstehen; denn man findet sie fast nur inder Ilsche verbrannter Pflanzen, aber hier beständigan Kali und Kalk gebunden.
Daß sich Salpetersäure in Pflanzen bildenkönne, widerspricht an sich nicht der Theorie, da die-selbe aus Stickstoff und Wasserstoff besteht; denn inder salpetrigen Säure sind, nach Bucholz, 75 TheileSauer - und 25 Theile Stickstoff; in der Salpetersäure79 Theile Sauer - und 20 Theile Stickstoff. Da nunbeide Urstoffe von den Pflanzen angezogen werden: sobilden sie unstreitig durch die Vegetation selbst dieseSäure, die aber gewöhnlich mit Kali verbunden denwahren Salpeter darstellt. Diesen finden wir in be-deutender Menge in den meisten Pflanzen-Extrakten,vorzüglich in dem des Erdrauchs, der Cardubenedic-tcn, der Sonnenblume, des Marrubium, Scordiumu. s. f. In dem Safte des Pisang fanden Fourcroyvnd Vauquelin eine so große Menge, daß er sich
87) Aus dein Meerrettig erhielten Baume (e'Iem. -1«xtisrmsc. j>. 4gZ.) und Deyeux (Ko-äer jouro. äsvol. XVII. 1781. öl-» p. 241.), aus dem Löffel-kraut Baume und Gurret äs l» >oc. äs
meä. s ?-ri>, 1782. -78Z. I-. 4'S. 487.) und aus derGriudwurz Deyeux offenbaren Schwefel.