Von d. Mischungs-Verbaltii. d. Pflanzen. H.52. 277
Kohlensaure mächtig anzieht, so wirkt der Thon aufden Stickstoff, dessen Verbindung und Wechselwirkungmit der Kohlensaure er befördert. Nach ThaersBerechnung hat der starke Waizcnboden, oder der hu-mose Thonboden 74 Theile Thon, 4 Theile Kalk, r oTheile Sand und 1i Theile Humus; der reiche Mer-gelboden 40 Theile Thon, z6 Theile Kalk, 22 TheileSand und 4 Theile Humus; der humose Sandbodendagegen, der noch guten Gerstenacker abgiebt, 20Theile Thon, zTheile Kalk, 67 Theile Sand und isTheile Humus; der schlechte Sandboden aber, wor-auf bloß Rocken wachst, 4 bis 9 Theile Thon, kei-nen Kalk, 90 bis y z Theile Sand und H bis einen TheilHumus. Ist mehr als die Hälfte Kalk im Mergel: soist ein solcher Boden nicht so fruchtbar, als bey einemgeringern Verhältniß; denn der Anziehung der Kohlen-säure durch den Kalk muß allewege die wasserhaltcndeKraft des Thons, seine Anziehung gegen den Stickstoffund die geringere Wärmclcitung desselben zu Hülfekommen, wenn die Kohlensäure Vortheilhaft auf dieVegetation wirken soll.
Der kohlensaure Kalk, der sich im Thonmergekfindet, enthält 56 Theile Kalk, 40 Theile Kohlensäureund 4 Theile Wasser. So leicht er sich in kohlensau-
99) Daß Stickstoff im Thon gegenwärtig ist, ergiebt sichauch daraus, weil er, wenn man ihn angefeuchtetlange an der Lust liegen läßt, einen ammoniakalischcnGeruch verbreitet. Fälschlich leitet Abildgaarddies von der Verwesung thierischer Substanzen her.(Schcrers Jrnrn. der Chem. B. IV. S. 634.)