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Sechstes Kapitel.
rem Wasser auflöset, so leicht schlagt er sich darausnieder. Daher ist das frische Bergwasser bey der Verricselung der Wiesen nützlicher, als wenn es schon län-ger an der Luft gestanden. Nach FourcroysUntersuchungen ist nun aber der kohlensaure Kalk, dendie Asche der verbrannten Pflanzen liefert, als solcher,nie in den Pflanzen vorhanden, sondern fast durchausan Sauerkleesäure gebunden, oft auch mit Weinstein,saure und Apfelsäure vereinigt. ')
Nächst dem Kalk ist die Kieselerde ein vorzüg-licher Bestandtheil der Pflanzen: nicht etwa bloß in derAsche, sondern wirklich in der lebenden Pflanze, ausderen Säften sie, besonders in den Gräsern an die Ober-haut in solcher Menge abgesetzt wird, daß man nachDavy, durch Reiben mit harten Steinen an der Epi-dermis ein Leuchten hervorbringt, und daß, nach einergemeinen Beobachtung, das Schneiden des Rohrs undSchilfs die Messer stumpf macht. Auch fanden Bau-ei u e l i n und John in dem Tabaschir, der aus demBambusrohr ausschwitzt, 70 bis 72 Hunderttheile Kie-sel.') Aus der Asche der Gras - und Getraide-Arten wird sie in so bedeutender Menge gewonnen, daßVauquelin in der Asche des Hafers 607 Tausend-theilchen, und Lampadius in der Asche des Rockens70 Hunderttheilchen Kieselerde erhielt.
Wenn man die Analysen des jünger» Saus-sure vergleicht, so folgt freylich daraus, daß
Thaers Landwirthschast, II. 4g.
1) ^nrisl. «tu Llu». vol. XIII. p. 6.
2) Ivhn's chcm. Untersuchungen, S. iz.