Erscheinungen d. Pflanzenlebens. H. 58. 307
Pflanzen seyen von den Thieren dadurch verschieden,daß in diesen dieselben Theile Reizbarkeit und Beweg-kraft hätten, in Pflanzen aber seyen oft die scheinbarwillkürlich beweglichen Theile (bey der Drosei-a,Oionnks, lVlimosn) von den reizbaren Theilen inden Blüthen, verschieden. Was mich betrifft, so kannich Reizbarkeit von innerer Bewegkraft nicht unterschei-den ; in den Sensitiven, der Dionssg, der Lrosc-rawird sie durch äußere Reize geweckt, wie in den Staub-faden; aber im Z/runs ist der innere
Trieb der Säfte allein erforderlich.
Humboldt bemerkte zuerst an den Staubfädender knrnsssia palusdris eine gewisse Ordnung imReifen und in der Annäherung an die weibliche Narbe:ruckweise geschieht die Annäherung; die Entfernung indrey Absätzen. In seinen Aphorismen suchte er denPflanzen-Gefäßen die Lebenskraft zuzueignen, obgleichkeine deutliche Muskelfibern nachgewiesen werden, unddas Zittern, welches Einige als den Charakter derReiz-Bewegungenangesehen, nicht beobachtet werdenkönne; nur das Holz, die Haare und Saamenkronenahm er von den belebten Theilen aus.") Besonderswichtig für die ganze Physiologie ist die Aufstellung derReizmittel, wodurch die Kraft der Gewächse eben soerregt wird, als die Reizbarkeit der Thiere, und die
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6s) Ust eri's Annalen der Bot. St. 3. S. 7. s.
66 ) Aphorismen aus der chemischen Physiologie der Pflan-zen. reipz. 1794. r.