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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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308
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Siebentes Kapitel.

-so.-

Bestätigung der Beobachtung des Grafen Covolo,Laß abgeschnittene Theile der Pflanzen ihre Reizbarkeitnoch eine Zeit lang behalten, welches auch Ritterbey den Staubfäden der Berberitzen bemerkte.

Dem trefflichen Physiker, Martin van Mac u mverdanken wir viele interessante Bemerkungen über dieReizbarkeit der Pflanzen und die Aehnlichkeit ihrerKraft mit der thierischen. ") Besonders zeigte er, daßweder Verdünnung der Luft durch die Sonnenstrahlen,noch die Anziehung der Haarröhrchen hinlänglich sey,um das Aufsteigen der Flüssigkeiten in den Gewachsenzu erklären. Die erstere Ursach kann man nicht an-nehmen, weil unsere Baume in einer kalten Tempera-tur (im Februar und März) schon anfangen ihre Saf-te zu treiben, und weil die Pflanzen, die in unsernTreibhäusern immer der gleichen Temperatur genießen,dennoch zu bestimmten Zeiten ihr Wachsthum be-schleunigen und anhalten, welches Periodische in denVerrichtungen nur durch die Gesetze der Lebenskrafterklärbar ist. Ja, in unsern Treibbeeten ist die Hitze,deren die Wurzeln genießen, oft noch größer, als dieTemperatur, worin die Spitzen der Triebe stehen, unddennoch gehl der Trieb nach oben. Wenn z. B. dieLuft des Treibhauses 62° Fahr. hat: so ist die Wärme

67) Kehlen'S Journal, B.n S.462.

6g) Oiis. ijus «jisijUliiiur, ^uourczu« rnolus Nuitlorurn erceleras <;ureclain auiinLliuii» planrarlim^ue tuncuoiie»come^tiairl 61011. 177Z-