Erscheinungen d. Pflanzenlebens. §. 59. g 1 z
lensäure und Sauerstoffgas unterhalten. Beide Na-turforscher urtheilten schon, daß der Sauerstoff demkeimenden Saamen seinen Kohlenstoff entziehe, unddadurch Kohlensäure bilde.
Daß selbst Metall-Oxyde unter gewissen Umstan-den, wenn sie nämlich nicht zu viel Wasser zur Auflö-sung fordern, alS Reizmittel, die das Keimen beför-dern, anzusehn sind, bestätigt sich durch die Erfah-rung; denn in der Picardie gebraucht man roth ver-kalkten Eisen - Vitriol, als Düngesalz , unter demNamen Oenckres eis terrs-lroriill«; aber diesMittel wirkt nur im ersten Jahr, weil es keine Nah-rung giebt, sondern nur reizt. Die Alten sahneinen schwefclkieshaltigcn Schiefer als Düngesalz an;sie nannten ihn Ampelit, weil die Weinstöcke da-durch zum stärker» Gedeihen gereizt wurden. BeySalzwerken werden die Abgänge, schwefelsaures Kaliund schwefelsaurer Kalk oder Gyps, als Düngesalz,auf die Aecker gestreut. Man weiß, wie außerordent-lich reizend der Gyps, als Streudüngcr, top-ckr68-sinZ der Engländer, auf den Klee wirkt, zumahl,wenn er auf die von Thau feuchten Pflanzen aufge-streut wird. 82) LeGouxdeFlaix versichert, daßauf der malabarischen Küste keine andere Düngung
88) Gehle ns Jvur». B. m. S. 618.
89) Rückert's Feldbau, chemisch untersucht, 'S. Zro.f. — Thaer's Grundsätze der rationellen Landwirth-schaft, B. u. S. 264. — Jngenhouß, über Ernäh-rung der Pflanzen, S. 114. — Einhofin Hermb»städtS Aich. B- II- S. z 6 z.
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