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Siebentes Kapitel.
zen, durch einen wahren Lichthunger getrieben, ihreZweige, Blüthen und Blätter dem Sonnenlicht entge»gen strecken, und daß ihre Mischung leidet, wenn siedem Licht entzogen werden.'?) Ja endlich hat mandas Schlafen der Blatter, und das regelmäßige Ent-falten und Schließen der Blumen gewiß schon sehr lan-ge bemerkt, ohne jedoch eine befriedigende Erklärungdarüber zu geben.
Eine solche wagen auch wir nicht. Indessen istschon im Eingänge dieses Werks das Licht als Urthätig»keit und seine Verwandschast mit der Wärme ange-geben worden. <§. l. 2.) Indem es der Schwereentgegen strebt: so äußert eS eine ausdehnende Kraft,die wir in der Welt der Stoffe nur dem Wasserstoffzuschreiben können. Und, wie dieser dem Sauer - undKohlenstoff entgegen steht, so vorzüglich auch das Licht;es zieht aus allen organischen Körpern den Sauerstoffan, und macht den Kohlenstoff fester. Wenn nun dieeinzige Nahrung der Gewächse in kohlensaurem, etwasazotisirtem Wasser besteht: so ist die Wirkung der Ve-getation, durch Hülfe des Lichts, Zersetzung der Koh-lensäure. Diese Urthätigkeit wirkt demnach, als wah-rer Lebensreiz auf die Pflanzen; sie weckt ihre Vege-lationskraft, beschleunigt die Zersetzung der Kohlen-säure, macht durch Festwerden des Kohlen - und Was-serstoffs, daß die eigenthümlichen Bestandtheile sichentwickeln, und ist also zugleich eine dynamische und
iz Die mannigfachsten Versuche, um die Neigung der
Pflanzen gegen das Licht zu beweisen, hat Mustelan-gestellt. (Hsiks U« I» vszsr. vol. H. ji, 100. i.)