Erscheinungen d. Pflanzenlebens. §. 60. Z25
chemische Potenz, wie Warme , Elektrizität und Gal-vanismus.'4)
Daß ohne Sonnenlicht keine kräftige Vegetation,keine Erzeugung eigenthümlicher Safte Statt findet,bleibt wahr, ungeachtet Humboldt und Decan-volle durch cinzele Erfahrungen diesen Satz zu schwä-chen gesucht haben. Ersterer bemerkte nicht allein einereiche kryptogamische Vegetation in lichtlcercn Gruben,sondern fand auch, daß der Bergschwadcn, wenn erWasserstoff enthält, die grüne Farbe der Gewächse er-hält. Und, nach Dccandolle' s Versuchen kanneine sehr starke künstliche Erleuchtung in Kellern, mitvielen Reverberir-Lampen die Pflanzen zwingen, Sau-erstoffgas zu geben. Indessen hat Ehaptal kürz-
»4) Bis auf T e ssi e r wußte mau noch nicht mir Bestimmt-heit, ob Licht, als Licht, diese auffallenden Erscheinun-gen bey den Pflanzen hervor bringe. Bekanntlichschrieb Jvh-!Ray (>,,». pl-oe. ig.) die Neigungder Pflanzen in den Häusern gegen die Fenster demLuftzug zu, und HaleS glaubte, daß die verstärkteAusdünstung auf der Lichtseite der Pflanzen eine Ver-kürzung der Fasern hervor bringe. Aber Tessicrzeigte, daß das Sonnenlicht hier allein chemisch unddynamisch wirke. I'-c. tleksri-, -78Z- z>.
,Z8 ) Vergl. Plac. Heinrich in HcrmbstädtsArchiv der Agric.-Chcm. Th. IV. S. 24—96.
KoLie, lls com. 40. 154- ^no»l. ä»
ckim. 179z. luill. 108. Gren'S Journ. der PhysB. V. S. 198. Humboldt'S Aphorismen, uz. f.
»6) LuIIel. <Ie I, »oc. pli!Ioin»rk>. »ao. 8- p- lZ8. Ttlß
Annal. rzoz. St. 7 -