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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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332
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Siebentes Kapitel.

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auf einmahl in die volle Sonne und an die offene kuftbrachte, und durch Ueberreizung sogleich ein Zusam-menfallen bemerkte. Mairan wollte bemerkt haben,daß die lVliiuosa pucliea sich eben so öffne undschließe in derDunkelheit als wenn sie im Freyen stehn.Aber duFay und duHamel fanden es anders: inder Finsterniß blieben die Blätter der Pflanze offen,doch hatten sie dieselbe Fähigkeit, sich durch Beruh»rung zusammen zu ziehn. Das künstliche Licht versuchteduFay auch schon, aber es bewirkte keine Oeffnungder Blätter. Auch andere Reize wandten er und duHamel auf diese Pflanze an, doch mit verschiedenemErfolge.

Sehr sorgfältig untersuchte auch Bonnet denZusammenhang der verschiedenen Stellung der Blättermit dem Einfluß des Sonnenlichts. 4°) Daß bey Hel-lem Sonnenschein die Blätter sich aufrichten und eineArt von Ruine bilden, daß beym Untergang der Son-ne die Oberfläche der Blätter wieder convcx wird,glaubte Donnet von dem Anschwellen und Zusammen-ziehn der durch die aufsteigenden Dünste befeuchtetenFasern, welche auf der untern Blattfläche empfindlicherfür die Feuchtigkeit als auf der obern seyn, herleitenzu können. Durch künstliche Blätter suchte er dies nochzu beweisen, denen er die Stellung, welche die natür-lichen Blätter am Tage haben, durch heißes Eisen, unddie nächtliche Richtung durch untergehaltene feuchteSchwämme gab. So unterhielt er auch den wachen-

qo) Ueber den Nutzen der. Blätter, S- 43.