Erscheinungen d. Pflanzenlebens. H. 6r. zzz
den Zustand der Blätter vermittelst glühenden Eisensund den schlafenden durch feuchte Schwämme.
Die verschiedenen Richtungen, welche die Blät-ter im schlafenden oder wachenden Zustand annehmen,beschrieb Sinne zuerst sehr sorgfältig, nur etwas zufein. ^') Im Ganzen findet man den Hauptunterschiedin der einfachen oder zusammen gesetzten Beschaffenheitder Blätter gegründet. Einige einfache Blätter, wiedie der Melde, schließen sich zurNachtzeit an den Sten-gel ; die zusammen gesetzten aber, vorzüglich aus derFamilie der Hülscntragenden, schlafen entweder so, daßdie Blätter senkrecht herab hangen, oder daß sie sichan den gemeinschaftlichen Blattstiel anschließen undmit ihren obern Flächen zusammen fallen. Unter dieseeinfache Abtheilungen lassen sich die L i n n 6' scheu un-terordnen.
Daß nun auf diese verschiedene Stellung derBlätter das Sonnenlicht einen sehr großen Einflußhat, erhellt schon aus den ganz richtigen duFay - unddu Hamel'schcn Versuchen. Gänzliche Abwesenheitdes Lichtes nämlich hindert das regelmäßige Ocffnen undSchließen der Blätter. Geschlossene Blätter öffnen sichauch bisweilen, wenn sie plötzlich in Helles Sonnenlichtgebracht werden, wie Hill an dem .^bru8 ^i-6es-torius beobachtet har; so wie sie sich auch biewei,len schließen, wenn man sie an Hellem Tage in dieFinsterniß bringt. Doch ist dies so wenig beständig,daß man, nach völliger Verdunkelung der Treibhäuser
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