Erscheinungen d. Pfianzcnlebens. H. 64. gzr
Wenn die Temperatur der Luft zz — 45° Fahr. war:so blieb es im trocknen Holze auf demselben Stande,im lebenden Baume aber stieg es bey zz" auf 52° undbey 45" auf 55° Fahr. Als dagegen im Anfang desSommers die Temperatur der Luft auf 86° stieg, bliebsie in den Bäumen bey 68°. Der Wendepunkt desVerhältnisses schien 66' Fahr. zu seyn. Denn, warddie Luft wärmer: so sank das Thermometer im Bau-me tiefer; ward die Luft kalter: so stieg es hdher.So glaubte Salom^, daß die Temperatur der Bäu-me nie unter 52° und nie über 75° steige.
Zu diesen Versuchen führt Slevogt noch dieBemerkung an, daß der Schnee um frische Pflanzenher allemahl eher schmelze. Allein man muß ge-steh», wie auch schon Nau bemerkt hat, daß derSchnee eben so frühe um trocknes Holz und Pfähle herschmilzt, weil die zusammen gedrängten Sonnenstrah-len hier stärker wirken.
WaS die Hunter'schen und Schöpf'scheu Versuchebetrifft: so hat schon Senebier dagegen bemerkt,daß das Thermometer im Baume nur den längst ver-gangenen Stand der Warme anzeigt, weil diese län-gere Zeit bedarf, um durch Hol; zu dringen und sichin demselben anzuhäufen. ) Dieser Umstand erklärtes wenigstens, warum an heißen Tagen der Baum in-wendig kühler ist, so wie die starke Ausdünstung auchdie Kühlung in den äußern Theilen desselben hervor
77) Das. B. tu. S. zi.
78) 8eoel>i»r pli^siol. ,«l. III. x. Zl/.
7 S) Das. x.