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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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352
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Siebentes Kapitel.

bringt. Daß die Temperatur der Bäume im Wiirccaber so hoch seyn sollte, als Salome angiebt, deshat Nau schon durch Versuche dargethan, die i)nlehrten, daß, wenn die Temperatur der äußern Lrftauf dem Reaumur'schen Eispunkt stand, sie eben so imfrischen lebenden Baume war. 8°) Dies muß ich be-stätigen, aber zugleich bemerken, daß, wenn die Tem-peratur der äußern Luft unter za" Fahr. sinkt, dieBaume um deßwillen nicht leicht Theil daran nehmen,weil ihre Wurzeln in der Erde eine viel höhere Tempe-ratur finden, zumahl, wenn eine dichte Schneedecke dasEindringen des Frostes in die Erde hindert. SchonHaies fand im strengen Winter, daß, wenn dasThermometer im Freyen zwey Grad unter dem Eis-punkt stand, es zwey Zoll unter der Erde vier Graddrüber, und zwey Fuß unter der Erde sogar zehn Gra-de über o stand. ^') Dazu kommt die geringe Lei-tungs-Fähigkeit der harzigen Säfte und der Baume-rinde; dazu der Mangel an Ausdünstung und der, wie-wohl langsame, Uebergang der flüssigen Theile in feste,welcher während des Winters durch die Ernährung be-wirkt wird. Denn es ist längst bekannt, daß vorzüg-lich im Winter die stille, ruhige Ernährung der Theiledesto ungehinderter von Statten geht, je weniger raschdann die Säfte aufsteigen und verdünften.

Bey

zo) Annal. der Wetter. Gesellsch- B. l. S. zr.8i) Statik der Gew. S. 195.

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