Erscheinungen d. Pflanzenlebens. H. 64. zzz
bindung gebracht. Wir sind vielmehr geneigt, aufdie Hervorrufung der polarischen Verhältnisse des Was-ser - und Sauerstoffs Rücksicht zu nehmen. Denn inder Blüthe, als in der vollendetsten Bildung werdendie Gegensatze der Urstoffe mehr entwickelt als in an-dern Theilen; es entsteht elektrische Spannung, durchweiche empfindbare Wärme erzeugt wird. Daß diesenun vorzugsweise in den Blüthenkolben der Aroidcn er-zeugt wird, davon suchen wir den Grund in der reich-lichen Entwickelung des'Wasserstoffs, welche sich durchden äußerst häßlichen Gestank dieser Blüthen verräth.Es ist möglich, daß auch in den Stapelien-Blüthen sichWärme erzeugt, nur daß unsere Werkzeuge nicht feingenug sind, um sie zu erkennen. Huberts Bemer-kung, daß sich reines Wasser aus den Dünsten derBlüthenkolben erzeugt, bestätigt die Theorie; sowie,daß weder die männlichen, noch die weiblichen Theilefür sich den Grad der Hitze hervor bringen, welchebeide vereinigt erzeugen. Wir haben also in diesenBlüthen ein seltenes Beyspiel einer ausgezeichneten abervorübergehenden Polarität, wie sie nur in Thieren dieinnere Warme erzeugen kann; so wie eben auch in denBefruchtungstheilen Gefühle und Triebe, gleich denthierischen, erwachen.
Hiemit hängt die Erzeugung des Lichts zusam-men, welches man, obgleich selten, aus den Blüthenstark riechender Pflanzen zur Nachtzeit aufsteigen gesehn
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