Siebentes Kapitel.
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telstunde vor Sonnenaufgang brachte Hubert daSThermometer, indem er 12 der schönsten Blüthenkol,den herum band, bis auf 142°. Von sieben UhrMorgens verminderte sich die Hitze und nahm immermehr ab, bis sie endlich gegen Abend ganz aufhörte.Band er das Thermometer bloß an die männlichenTheile des Kolbens: so stieg das Quecksilber nur aufrz-o; die weiblichen Theile brachten es gar nur auf100° Fahr. Jene stärkere Hitze erzeugt sich alsodurch vereinte Wirkung der Gcschlechtstheile. Hu-bert überzeugte sich auch, daß sie sich nur in derOberfläche, nicht im Inner» des Kolbens entwickele.Als man den Kolben in eine gläserne Flasche steckte,lief das Glas sogleich an: in 24 Stunden sammeltesich ein Kubikzoll Wasser, welches die Seife vollkom-men aufldsete. In kaltes Wasser getaucht, vermin-derte sich zwar die Wärme, war aber nach 12 Stun-den doch noch 100°. Bory fand, daß sich auch inden Blüthenkolben des ksrichanus utilis eine, ob-gleich geringere Wärme, erzeugte. Von Font»,na wird angeführt, daß in einem ungenanntenSchwamm von ihm die Temperatur um einen halbenGrad höher gefunden worden, als in der freyenLuft. «')
Die Erklärung dieser Erscheinung wird von S e-nedier in der schnellen Verbindung des Sauerstoff-gas mit dem Kohlenstoff des Blüthenkolbens gesucht,und mit dem Phosphoresciern einiger Blüthen in Vor-
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