Buch 
Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
Seite
359
JPEG-Download
 

Erscheinungen d. PfianzenlebenS. §.65. 559

mosphärischen Elektrizität noch immer sehr dunkel ist,und weil die Versuche mit künstlicher Elektrizität zumTheil nicht vorsichtig genug angestellt worden sind.

Gemeine Erfahrungen, daß die Gewitterregender Vegetation äußerst zuträglich sind, brachten sckond u H a m e l auf die Vermuthung, die Elektrizität seyhier vorzüglich wirksam.") Wenn man ferner be-denkt, daß die atmosphärische Elektrizität sich zwarunaufhörlich bildet und zersetzt, aber doch hauptsäch-lich beym Thau zunimmt und des Morgens, so wieim Frühling am stärksten ist; daß Wolken undDünste die Elektrizität leiten: ") so muß man gestchn,daß die Meinung wenigstens sehr an Wahrscheinlichkeitgewinnt, die Elektrizität habe einen bedeutenden Ein-fluß auf das Wachsthum der Pflanzen.

Rechnet man dazu noch die Versuche, welcheBrowning zuerst mit der künstlichen Elektrizität anPflanzen machte,^) von Mambray bestätigt, dersah, daß elektrisirte Myrlenzweigc schneller Knospen "trieben,") auch von Rollet bekräftigt, der einschnelleres Keimen der Saamen in elektrisirter Erde,

9L) Ues srdrei. vol. II. 26g,

96) DeLuc Ideen über Meteorologie, B. n. S. Zly.Z20. — Berth olon dc S. Lazare über die Elektrizi-tät, in Beziehung auf Pflanzen, S. 114. 115.

97) Lsccsri» lull'eletliiciznio, p. »zz.

§8) Editor. Usoi-cr. >747. x. Z7Z. — Hamb. Mazaz. r,629.

99) HIew. Ue l'sc. <le ?Lri», > 7 - 18 - I>. 2^4- d^ol.